Skip to main content

Pogo Sticking

Was ist Pogo Sticking?

Pogo Sticking ist definiert als das Hin- und Herspringen von Suchmaschinennutzern von einer Suchmaschinen Ergebnisseite (SERP) zu einer einzelnen Suchergebnis Zielseite. Pogo Sticking ist ein Zeichen dafür, dass ein Nutzer, nachdem er auf einen Link in den Suchergebnissen geklickt hat, auf der Webseite nicht das gefunden hat, wonach er gesucht hat. Er verlässt die Seite daher nach kurzer Zeit wieder und kehrt auf die Suchergebnisseite zurück, um ein anderes Suchergebnis auszuwählen und anzuklicken. Seinen Namen hat dieses Nutzerverhalten von einem als Pogo Stick bezeichneten Sport- und Spielgerät zum Hüpfen.

Wenn Pogo Sticking auf bestimmten Zielseiten häufig vorkommt, ziehen Google und andere Suchmaschinen daraus den Schluss, dass die Seiten fälschlicherweise für den Suchbegriff angezeigt werden, sodass sich das Ranking dieser Seiten für den Suchbegriff verschlechtert. Aus der Sicht eines Suchalgorithmus hat eine Seite kein Recht auf eine hohe Platzierung in der Rangliste, wenn die Nutzer nicht mit dem zufrieden sind, was sie auf der Webseite finden.

Ursachen für Pogo Sticking

Pogo Sticking kann aus einer Reihe von Gründen auftreten. Wichtig ist es, zu beachten, dass dieses Nutzerverhalten nicht gleichbedeutend mit einer hohen Absprungrate ist. Eine häufige Ursache ist, dass eine Webseite die falsche Zielgruppe anzieht, sodass die Besucher die Seite unzufrieden wieder verlassen. Targeting Begriffe, die irrelevant oder zu weit gefasst sind, sowie ein schlechtes Design können erheblich zu Pogo Sticking beitragen.

Wenn eine Website zu lange lädt oder ein verwirrendes Design hat, geben viele Suchende einfach auf und wechseln zur nächsten Seite. Schlecht gestaltete Zielseiten mit widersprüchlichen oder verwirrenden Informationen können insbesondere Suchanfänger abschrecken. Invasive Werbung wie Videos oder Präsentationen, die beim Laden der Seite automatisch angezeigt werden, werden von vielen Nutzern als belästigend und störend empfunden und führen zu einem schnellen Verlassen der Seite.

Internes Pogo Sticking

Innerhalb einer Website ist das Pogo Stick Verhalten ein Hinweis darauf, dass User Schwierigkeiten haben, relevante Inhalte zu finden. Potenzielle Kunden, die mehrere Produkte vergleichen, müssen häufig zwischen Kategorien oder internen Suchergebnisseiten zu einzelnen Produktseiten hin- und herspringen. Wiederholtes Navigieren durch die gleichen Seiten wird jedoch schnell langweilig, ist sehr entmutigend für die Nutzer und bietet eine schlechte User Experience. Die meisten User geben in dieser Situation auf, verlassen die Seite und werden wahrscheinlich nicht zurückkehren.

Eine Diskrepanz zwischen einem Link und der entsprechenden Seite wirkt sich negativ auf die Glaubwürdigkeit der Website und auf die Marke als Ganzes aus. User ärgern sich über Seiten, die sie zu Klicks verleiten, ohne dass sie ein – ihren Erwartungen entsprechendes Ergebnis – vorfinden. In den Augen des Benutzers ist dies verschwendete Zeit. Verbraucher neigen dazu, die Unternehmen zu wählen, die den Einkauf erleichtern. Ziel sollte es daher sein, die Bedürfnisse der Verbraucher zu befriedigen, anstatt sich ausschließlich auf den Verkauf zu konzentrieren.

Pogo Sticking mithilfe von Web Analytics identifizieren

Meistens wird Pogo Sticking entdeckt, indem Benutzer während Usability Tests direkt beobachtet werden. Web-Analyse-Tools können jedoch ebenfalls dazu beitragen, dieses Verhalten zu identifizieren und Verbesserungen zu überwachen, sobald Änderungen implementiert wurden. Der Prozess der Untersuchung der Reihenfolge der Seiten, die ein Benutzer während einer einzelnen Sitzung auf einer Website besucht hat, wird als Pfadanalyse bezeichnet.

Die Analyse bestimmter Navigationspfade innerhalb einer Website kann eine zeitraubende Aufgabe sein. Es empfiehlt sich daher, zunächst die Seiten zu identifizieren, die für das Pogo Sticking infrage kommen. Hierzu zählen die Startseite, Zielseiten für die wichtigsten Inhaltsbereiche, die interne Suchergebnisseite einer Website und die Produktsuchseiten. Dann gilt es die Seiten zu priorisieren, welche basierend auf ihrer Sichtbarkeit für die Zielgruppe und ihrem Verbesserungspotenzial zuerst untersucht werden sollen.

Die einfachste Möglichkeit, eine Seite zu identifizieren, auf der das Pogo Stick Verhalten auftreten kann, besteht darin, Routing Seiten mit einem hohen Verhältnis von Seitenaufrufen zu eindeutigen Seitenaufrufen zu betrachten. Diese Kennzahl zeigt an, dass viele Benutzer wiederholt zu diesen Seiten navigieren. Diese Zahl allein bedeutet jedoch nicht notwendigerweise, dass die Benutzer Pogo Sticking betreiben oder keine Informationen finden.

Das Klickverhalten als Zeichen einer positiven Benutzererfahrung

Das exakt gleiche Klickverhalten von vielen Usern kann auf eine positive Benutzererfahrung hindeuten. Es handelt sich nicht um Pogo Sticking, wenn Benutzer wiederholt Links von einer Routing Seite folgen, weil sie alle Ziele interessant finden. Zum Beispiel bei einer Nachrichtenwebseite. Wenn ein Benutzer fünf Überschriften auf einer Nachrichtenseite anklickt und alle diese Artikel liest, dann ist das ein positives Zeichen. Auf der anderen Seite wäre es ungünstig, wenn ein Benutzer genau die gleichen fünf Überschriften klickt und von jedem einzelnen Artikel enttäuscht wird, weil die Teaser irreführend sind. Das bedeutet, dass durch das einfache Zählen von Klicks diese beiden Szenarien nicht zu unterscheiden sind.

Um ein besseres Bild davon zu erhalten, wie Benutzer mit einer Routing Seite und mit den verknüpften Seiten interagieren, müssen die Daten auf Sitzungsebene eingeschränkt werden und Pfade ausgeschlossen werden, auf denen der Benutzer mehrere Seiten aufgerufen hat, bevor er zur Routing Seite zurückgekehrt ist. Es sollten daher nur Muster vom Typ X-Y-X in die Analyse einbezogen werden. Hierbei ist X eine Routing Seite und Y eine von X verknüpfte Seite. Durch das Erstellen eines Segments, das diese Pfadsequenz identifiziert, kann der Prozentsatz der Benutzer gemessen werden, die dieses Muster zeigen.

Sobald Pogo Sticking erkannt wurde, müssen qualitative Tests zur Untersuchung der Benutzerfreundlichkeit durchgeführt werden, um festzustellen, was dieses Verhalten auslösen könnte. Suchen die Benutzer nach einer Seite oder einem Inhalt, den sie erwartet haben, der jedoch nicht existiert oder zumindest nicht über diese Seite verfügbar ist? Hat ein Link auf der Seite Bilder zu einem bestimmten Thema versprochen, führt die User stattdessen aber zu einem wortreichen Artikel? Oder hat die Seite nicht klar die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale für die Nutzer gezeigt, damit diese das Produkt schnell finden können, das ihre Bedürfnisse erfüllt?

Zwar können quantitative Daten aus der Analyse nicht erklären, warum ein Verhalten auftritt und wie die Benutzererfahrung verbessert werden kann. Die Daten zeigen aber, ob und wo dieses Verhalten auftritt und sind Basis für eine Optimierung der User Experience.

Sie haben noch Fragen?

Kontaktieren Sie uns

Kostenloser SEO-Check der OSG

Pogo Sticking
3 (60%) 4 votes