Banderole Ad

Banderole Ad

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Was bedeutet Banderole Ad?

Die┬áBanderole Ad (770 x 250 Pixel) ist eine Form der Online-Werbung, die im direkten Sichtfeld des Nutzers erscheint und dadurch hohe Aufmerksamkeit erzielt. Anders als herk├Âmmliche Banner ist eine Banderole Ad nicht fest in den Content einer Website integriert. Stattdessen legt sie sich beim Seitenaufruf wie ein Transparent horizontal mittig ├╝ber den Inhalt. Hier zeigt sich die Verwandtschaft mit den h├Ąufig bei Zeitschriften als Werbemittel eingesetzten, bedruckten Banderolen.

Grafik einer Banderole Ad

Quelle: http://em-concept.de/advertising/banderole-ad/

Eigenschaften des Banderole Ad

Der Nutzer kann die Banderole Ad durch Klicken des “Schlie├čen”-Buttons auf einen Streifen beziehungsweise ein Banner am Bildschirmrand reduzieren. Dieses wird als sogenannte┬áReminder Ad bezeichnet. Die Gr├Â├če dieses Banners kann variieren, verbreitet sind Formate wie beispielsweise 25 x 250, 50 x 250, 60 x 250 und 160 x 250 Pixel. Bei erneutem Anklicken der Reminder Ads f├Ąhrt dieser erneut zur Banderole Ad aus. Alternativ kann der Nutzer abwarten bis die Werbebotschaft ÔÇô meist nach 15 Sekunden┬áÔÇô automatisch aus dem Sichtfeld verschwindet.

Eine weitere Eigenschaft dieser Werbeform ist, dass sich das Transparent beim Scrollen durch den Nutzer mitbewegt. Das hei├čt, dass die Banderole bis zum aktiven Schlie├čen durch den Nutzer oder bis zum Ablaufen der voreingestellten Werbezeit ├╝ber dem Inhalt verharrt. Mit dieser Eigenschaft l├Ąsst sich zwar die maximale Aufmerksamkeit des Nutzers erzielen, viele Website-Besucher empfinden diese Form der Werbung jedoch als st├Ârend. Somit kann die positive Werbewirkung in ein negatives Nutzerverhalten umschlagen und beispielsweise in einer hohen Bounce Rate resultieren.

Die Inhalte von Banderole Ads k├Ânnen dynamisch oder statisch sein. Erlaubt sind die Formate JPG, GIF und .swf (Flash), vielfach auch HTML5-Iframes. Die maximale Gr├Â├če der Werbeanzeige schwankt je nach Werbetr├Ąger zwischen 40 und 80 KB.

Vor- und Nachteile des Banderole Ad

Pro
  • Ein gro├čer Vorteil dieser Werbeform ist, dass sie standardisiert ist und sich somit problemlos auf einer Vielzahl von Werbetr├Ągern einsetzen l├Ąsst. Die Kosten f├╝r die Erstellung geeigneter Banner sind durch die standardisierten Ma├če ebenfalls niedrig. Bereits vorhandene Inhalte lassen sich leicht in eine Banderole Ad umarbeiten. Da die meisten gro├čen Vermarkter die Schaltung der Ads anbieten, ergibt sich f├╝r Werbetreibende zudem die M├Âglichkeit, Preise miteinander zu vergleichen.
Contra
  • Das standardisierte Format kann jedoch zugleich auch ein Nachteil sein. Denn Nutzer, die die Banderole Ad bereits negativ in Erinnerung haben, erinnern sich auf anderen Websites mit dem Werbeformat automatisch wieder an dieses Erlebnis. Die Folge kann ein Absprung oder das Verkn├╝pfen der werbetreibenden Marke mit dem negativen Erlebnis sein. Um diesen Effekt zu vermeiden, kann es hilfreich sein, vom standardisierten Format abzuweichen. Voraussetzung hierf├╝r ist, dass das jeweilige Werbemedium das Schalten von nicht-standardisierten Ads ├╝berhaupt erm├Âglicht.

Werbewirkung von Banderole Ads

Im Rahmen der Studie “AdEffects” von 2013 hat Online-Werbevermarkter Tomorrow Focus Media AG die Werbewirksamkeit verschiedener Werbeformen auf popul├Ąren deutschen Online-Medien untersucht. Der erste Punkt war dabei die Recognition (Wiedererkennung) der Werbung. Hierbei wurden die Probanden befragt, ob sie sich nach dem Besuch einer Website an ein bestimmtes Werbeformat erinnern k├Ânnen. Die Banderole Ad lag in dieser Kategorie mit 67,5 % Erinnerung auf dem ersten Platz, gefolgt vom Interstitial mit 66,1 %. Auf mobilen Devices kommt die Banderole auf 52,5 % Recognition. Bei der Werbeerinnerung allgemein kommt die Banderole auf einen Wert von 75,5 % (mobil: 74,2 %).

Nicht ganz so gut schneidet die Banderole Ad in der Kategorie Werbegefallen ab. Hier liegt die Banderole mit 37,4 % (mobil: 38,5 %) hinter Billboard, Half Page Ad, Floor Ad, Preroll und Medium Rectangle sowie unter dem Durchschnittswert von 43,3 % (mobil: 45,4 %). Auf dem letzten Platz landet die Banderole bei der Frage, ob sich die Nutzer, nachdem sie die Werbung gesehen haben, f├╝r das beworbene Produkt interessieren und mehr dar├╝ber erfahren wollen.

Somit l├Ąsst sich abschlie├čend zusammenfassen: Die Wahrnehmung der Werbeform ist ├╝berdurchschnittlich gut, allerdings ist sie bei Nutzern sowohl auf dem Desktop als auch auf dem Mobiltelefon wenig beliebt. ├ťberdies wollen weniger Nutzer als bei anderen Werbeformen mehr ├╝ber das Produkt erfahren.

Kombination mit anderen Werbeformaten

Eine verbreitete Praxis f├╝r die Erh├Âhung der Werbewirksamkeit einzelner Werbeformate ist das sogenannte Tandem Ad. Dieses kombiniert zwei Werbeformate und kommt vor allem bei Branding-Kampagnen zum Einsatz. H├Ąufig wird eine Banderole Ad f├╝r diesen Zweck gemeinsam mit einem Skyscraper oder einem Superbanner kombiniert. Auf diese Weise lassen sich durch das Zusammenspiel der beiden Werbeformate kreative Werbebotschaften erstellen, die Aufmerksamkeit und Reaktion des Nutzers erh├Âhen.


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