Yahoo

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Was ist Yahoo?

Bei Yahoo handelt es sich um ein Internetunternehmen, mit Hauptsitz im kalifornischen Sunnyvale. Mit fast einer Milliarde Nutzern gehört das Unternehmen zum beliebtesten und größten Webportalen. Das Unternehmen wurde im Jahr 1994 von den beiden Computerspezialisten David Filo und Jerry Yang ins Leben gerufen.

Unternehmensgeschichte

Heutzutage ist Yahoo ein bedeutender Player im globalen Suchmaschinenmarkt und geh√∂rt zu einem der erfolgreichsten Webportalen, welches t√§glich von Millionen von Nutzer besucht wird. Die beiden Gr√ľnder David Filo und Jerry Yang, die zu jener Zeit Doktoranden an der Universit√§t Stanford waren, arbeiteten an einer Navigationshilfe f√ľr das Internet, die Webseiten autonom indexieren und Benutzern auf Anfrage zur Verf√ľgung stellen konnte. Aus dieser Idee entstand die erste Version von Yahoo, die erstmals im Juni 1994 der breiten √Ėffentlichkeit pr√§sentiert wurde. Bereits Ende 1994 konnte das Internetportal mehr als 100.000 aktive Nutzer vorweise, die t√§glich das Angebot nutzten. Das Internetunternehmen wurde 1995 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, sodass binnen k√ľrzester Zeit eine Menge an frischem Kapital hinzukam.

Das Angebot des Unternehmens erfreute sich einer solchen Beliebtheit, das kurze Zeit nach dem Marktstark bereits die ersten lokalisierten Angebote folgten. Im Januar 1996 wurde “Yahoo Deutschland” gegr√ľndet. Das deutschsprachige Angebot wurde noch im selben Jahr f√ľr die Nutzer im World Wide Web zur Verf√ľgung gestellt. Das Unternehmen profitierte als einer der Pioniere im neuen IT-Sektor von der stetig wachsenden Beliebtheit des Internet-Mediums, sodass es sich in einer kurzen Zeitspanne zu einem Giganten entwickelte. Als es Anfang 2001 kam zum Zusammenbruch der “Dotcom-Blase” kam, wurde auch der Aktienkurs des Unternehmens √§u√üerst negativ beeinflusst. Durch den Einsatz des neuen Chefs Terry Semel richtete sich Yahoo jedoch neu aus.

Kostenlose und kostenpflichtige Angebote

Das Unternehmen √§nderte seine Gesch√§ftsstrategie und bot bislang kostenpflichtige Dienstleistungen wie beispielsweise E-Mail-Konten und Terminorganizer ab sofort kostenlos an, um bestehende Kundenkontakte zu erhalten und um das Kundenumfeld zu erweitern. Je mehr Kundenkontakte dem Unternehmen zur Verf√ľgung standen, umso teurer wurde Werbebanner verkauft, die Nutzern beim Besuch eines Yahoodienstets angezeigt wurden. Diese Unternehmensstrategie brachte so gute Ergebnisse hervor, dass sich kurze Zeit sp√§ter auch andere Unternehmen wie Google und Microsoft daran orientierten.

Heutzutage nutzen weltweit rund 700 Millionen Menschen die Dienste von Yahoo. Zu den Dienstleistungen und Angeboten des Unternehmens geh√∂ren beispielsweise die Yahoo-Suche, Weather, Flickr und weitere kostenlose und Premium-Dienstleistungen. Neben der kommerziellen Websuche, welche t√§glich von Millionen von Usern genutzt wird, verwendet ein hoher Anteil der Nutzer Yahoo-Mail oder den Messenger. Der Gro√üteil der Einnahmen wird jedoch durch das Angebot an Werbebannern generiert, welche von diversen Onlineh√§ndlern zur Eigenwerbung genutzt werden. Beg√ľnstigt durch finanzielle Schwierigkeiten und durch die Konkurrenz von Google entschied sich das Unternehmen kostenpflichtige Dienste wie beispielsweise Flickr in sein Online-Angebot zu integrieren.

Datenpannen und Geheimdienst-Affäre

Obwohl Yahoo neben Google und Microsoft zu den Pionieren im Bereich der modernen Online-Dienstleistungen geh√∂rt, sind die Gesch√§ftspraktiken des Unternehmens nicht umstritten. So wurde beispielsweise im Juli 2012 bekannt, dass es Hackern gelungen war, Hunderttausende von Benutzerdaten zu stehlen, da diese nicht ausreichend gesichert waren. Die gestohlenen Zugangsdaten wurden kurze Zeit sp√§ter im Internet ver√∂ffentlicht. Im September 2016 wurde die √Ėffentlichkeit √ľber einen weiteren Datendiebstahl informiert, der jedoch bereits zwei Jahre vorher Ende 2014 vollzogen wurde. Bei diesem Hackangriff wurden mehr als 500 Millionen Benutzerdaten gestohlen.

Neben allgemeinen Informationen wie Name, Adresse und Telefonnummer umfassten die gestohlenen Daten auch E-Mail-Adressen und Sicherheitsfragen mit den entsprechenden Antworten. Das Unternehmen ging davon aus, dass hinter dem Angriff auf deren IT-Infrastruktur eine staatlich gef√∂rderte Organisation steht. Durch die Datenpannen erlitt Yahoo einen beachtlichen Imageschaden, sodass immer mehr User auf andere Dienstleister umsteigen. Anfang 2017 wurde zudem bekannt, dass das Unternehmen seit 2015 zusammen mit US-Geheimdiensten an der Entwicklung eines sogenannten “Backdoors” gearbeitet hat. Durch den Einsatz dieser Software, sollten US-Geheimdienste in der Lage sein, den gesamten E-Mail-Verkehr, der √ľber die Server von Yahoo realisiert wird, nach bestimmten Stichw√∂rtern zu scannen.

Tipp

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