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Während der Einzelhandel in Deutschland als Ganzes seit Jahren mehr oder weniger stagniert und in den Jahren 2012 und 2013 beim Handelsvolumen lediglich Steigerungsraten...

E-Commerce-EntwicklungWährend der Einzelhandel in Deutschland als Ganzes seit Jahren mehr oder weniger stagniert und in den Jahren 2012 und 2013 beim Handelsvolumen lediglich Steigerungsraten von 0,1 Prozent aufwies, gibt es ein Marktsegment, dass weiterhin stetig an Bedeutung und Umfang zunimmt: der E-Commerce in Deutschland. Auch wenn die Steigerungsraten nicht mehr die gleichen Sprünge aufweisen wie noch zu Beginn des Jahrtausends, ist der Trend in Sachen Expansion weiterhin ungebrochen.

Eine andere Art des Einkaufens

Es war die Benutzerfreundlichkeit des World Wide Web, die ab Mitte der Neunzigerjahre zur nachhaltigsten Veränderung des Einzelhandels in den letzten Jahrzehnten führte. Denn durch optisch ansprechende und einfach zu bedienende Angebote im Netz fingen immer mehr Menschen an, dass Internet aktiv zu nutzen und dort auch einzukaufen. Im Zuge des Booms, den der so genannte Neue Markt an der Börse auslöste, entstand eine Vielzahl von neuen Einzelhändlern. Allerdings überwog bei der Mehrzahl der Verbraucher damals noch die Skepsis was den Versandhandel betraf. Schuhe, die man nicht zuvor anprobiert hatte, über das Internet zu kaufen, schien vielen Kunden damals noch undenkbar. Entsprechend steigerten sich die Umsätze zwar prozentual mit beeindruckenden Raten, hinterließen aber ein wirtschaftliches Gesamtergebnis, welches nicht ausreichend war, um allen Neugründungen die Existenz zu sichern.

Stetiges Wachstum seit vielen Jahren

Der E-Commerce in Deutschland zog aus diesem Boom und seinen späteren wirtschaftlichen Folgen seine Lehren. Statt schnelles Wachstum durch Hyperaktivität erzwingen zu wollen wurde in den folgenden Jahren vor allem auf Nachhaltigkeit Wert gelegt und der Service für die Kunden in den Mittelpunkt der Aktivitäten gerückt. Immer kürzere Versandzeiten und die problemlose Möglichkeit der Rückgabe ließen immer mehr Menschen Vertrauen in diese neue Art des Einkaufens fassen. Hinzu kam, dass die geringeren Kosten beim Online-Handel in Form von Gehältern für Verkäufer und Ladenmieten in Form von günstigeren Preisen an die Verbraucher weiter gegeben wurden. Der E-Commerce in Deutschland wuchs auf diese Weise von 1,25 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 1999 auf 39 Milliarden Euro Umsatz in 2014. Für das laufende Geschäftsjahr 2015 wird von Experten eine erneute Steigerung prognostiziert. Gerechnet wird mit einem Handelsvolumen von insgesamt 43,6 Milliarden Euro. Dies entspräche einer Steigerung der Umsätze von 11,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nachdem der Einzelhandel in Deutschland insgesamt in 2014 knapp 460 Milliarden Euro umgesetzt hat, bestehen auch auf mittel- und langfristige Sicht weiterhin gute Wachstumschancen. Insofern kann festgehalten werden, dass beim E-Commerce in Deutschland ein Ende des Booms noch lange nicht in Sicht ist.

Bild oben: © Gajus – Fotolia.com

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Martin Stäbe

Martin Stäbe studierte an den Universitäten Augsburg und Rennes 1 (Frankreich) Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik. Bei der OSG ist er seit Januar 2011 für den Bereich SEO zuständig, seit Juni 2012 als Content Marketing Manager. In dieser Funktion betreut er auch den Agenturblog.

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