Skip to main content

Over Optimization Penalty

Was ist eine Over Optimization Penalty?

Der Begriff Over Optimization Penalty kann mit Bestrafung für eine Überoptimierung übersetzt werden. Er wird immer dann verwendet, wenn eine Suchmaschine, wie zum Beispiel Google, eine Änderung an einem Algorithmus vornimmt, sodass Internetseiten abgestraft oder schlechter bewertet werden, wenn sie zu viele SEO-wirksame Maßnahmen durchgeführt haben.

Die Bestrafung oder Abstrafung (im Englischen: Penalty) kann dann entweder so aussehen, dass die Internetseite in den Rankings der Suchmaschine herabgestuft wird oder sogar, dass sie ganz aus den Suchergebnissen gestrichen wird. Dies wollen Betreiber von Webseiten unter allen Umständen vermeiden, weil es meist eine Verringerung des Traffic zur Folge hat und damit zu Verlusten in den Werbeeinnahmen, dem Umsatz oder den Einnahmen führt. Schließlich wird bei den meisten Arten von Webseiten ein nicht zu vernachlässigender Anteil des Traffics über Suchmaschinen erzeugt. Eines der bekanntesten Beispiele für eine Over Optimization Penalty war das Penguin Update, das von Google am 24. April 2017 veröffentlicht und eingesetzt wurde. Das Penguin Update hatte die Abstrafung von Webseiten zum Zeil, die zu stark optimiert waren.

Over Optimization Penalty durch Änderungen im Algorithmus

Google hat in den vergangenen Jahren seine Algorithmen zur Durchsuchung des World Wide Web immer wieder angepasst und aktualisiert. Diese Updates der Algorithmen sollten einerseits die Leistungsfähigkeit der Algorithmen und die Qualität der Suchergebnisse verbessern. Ziel der Updates war es aber auch immer wieder, die Suchergebnislisten zu bereinigen, sodass weniger relevante Webseiten oder qualitativ minderwertige Inhalte nicht in den Top-Rankingergebnissen auftauchen. Es gab verschiedene Updates, die darauf abzielten, Webseiten von den Suchergebnissen auszuschließen, die voller Spam-Inhalte stecken. Auch wurden durch eine bestimmte Algorithmusänderung diejenigen Webseiten von den Suchergebnissen ausgeschlossen, die ihren Usern verschiedene Inhalten bewusst vorenthielten. Bekannte Updates, die wichtige Auswirkungen auf die Webseitenoptimierung hatten, waren zum Beispiel das Florida Update oder auch das Vince Update.

Überoptimierung und Over Optimization Penalty – was bedeutet das?

Um zu verstehen, warum Google die sogenannte Überoptimierung abstrafen will, muss man sich zunächst einmal damit befassen, was Überoptimierung eigentlich bedeutet. Dazu lohnt es sich, das Penguin Update etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Es definiert eine Überoptimierung so:

Überoptimierung bedeutet, dass Onpage und Offpage Optimierungsmaßnahmen auf einer bestimmten Webseite in übermäßigem Ausmaß angewendet wurden.

Normalerweise führt der Einsatz von Onpage und Offpage-Optimierungsmaßnahmen dazu, dass eine Webseite von Suchmaschinen besser gefunden wird, als eine Webseite, die nur wenige SEO-Maßnahmen eingesetzt hat. Das Penguin Update war dazu da, Webseiten zu erkennen, bei denen diese Optimierungstechniken in extremem Maße angewendet wurden. Diese Webseiten wurden dann aus diesem Grund zurückgestuft und schlechter gerankt, als sie es nach dem vorher vorhandenen Algorithmus gewesen wären. Sie werden also für ihre übereifrige Optimierung durch die Over Optimization Penalty bestraft.

Als eine dieser Maßnahmen, die vom Penguin Update ins Visier genommen wurden, ist das sogenannte Keyword Stuffing zu nennen. Keyword Stuffing bedeutet, dass ein Webmaster die Keyword Dichte seiner Webseite als Maßstab für die Seitenoptimierung benutzt. Nach der Logik der Keyworddichte, ist eine Webseite dann optimal für die Google Suchmaschine vorbereitet, wenn so viele Keywords wie möglich auf ihr untergebracht werden. Eine Seite mit einer besonders hohen Keyworddichte würde demnach besser gerankt als eine Seite, auf der das Keyword weniger häufig genannt wird. Die Keyworddichte wurde jedoch mit der Zeit immer weniger wichtig, weil Google zunehmend Hyperlinks und Backlinks als Kriterium heranzog. Eine extrem hohe Keyword Dichte kann heutzutage zu einer Over Optimization Penalty durch Google führen, weil diese vom neuen Google Algorithmus schlichtweg als Optimierungsmaßnahme und nicht mehr als Kriterium für die Relevanz einer Webseite betrachtet wird. Wer in seinem Text über Schneebesen in jedem Satz das Wort Schneebesen verwendet, der schreibt absichtlich in einem schlechten Stil, um eine hohe Keyworddichte zu erreichen. Dies wird von Google nun nicht mehr als eine gute Idee, sondern als eine die Qualität der Seite verringernde Überoptimierung erkannt. Google erkennt also heute, dass ein Text, in dem ein bestimmtes Wort mehrere Dutzend mal vorkommt, kein gut geschriebener Artikel sein kann.

Linktausch und Over Optimization Penalty

Viele Webseitenbetreiber haben über die Jahre hinweg Links aufgebaut, indem sie die Technik des Linktauschs betrieben haben. Das Prinzip ist sehr einfach: zwei Betreiber von zwei verschiedenen Webseiten nehmen Kontakt zueinander auf und verlinken gegenseitig ihre Seiten. So haben beide einen Link im Internet bekommen, der ihre Position im Ranking von Google stärkt. Suchmaschinenoptimierer haben diese Praktik gerne eingesetzt, denn Links waren stets ein starkes Ranking-Kriterium. Bald ging der Linktausch so weit, dass riesige Netzwerke entstanden sind, in denen sich Webseitenbetreiber untereinander verlinkt haben und so ihre Seiten optimieren konnten, ohne tatsächlich wegen ihrer Inhalte von anderen verlinkt worden zu sein. Irgendwann wollte Google diesen Praktiken einen Riegel vorschieben und den schlichten Linktausch in irgendeiner Weise von seinen Algorithmen erkennen lassen. Mittlerweile erkennt Google also dank verschiedener Updates, dass massiver Linktausch betrieben wurde und dies wird als Überoptimierung gewertet. Eine Webseite mit Dutzenden oder hunderten von über Linktausch entstandenen Backlinks wird also seit dem Penguin Update abgestraft und nicht mehr optimal gerankt. Google weist immer wieder darauf hin, dass der sogenannte unnatürliche Linkaufbau in Linknetzwerken zur Over Optimization Penalty führt. Google vertraut neuerdings verstärkt auf Brands, weil diese Backlinks erzeugen, die tatsächlich relevant sind.

Bedeutung von Over Optimization Penalty für SEO

Webseitenbetreiber müssen sich also seit der Veröffentlichung des Penguin Updates darauf einstellen, dass bestimmte Optimierungsmaßnahmen nicht mehr den gewünschten Effekt erzielen. Die Over Optimization Penalty sorgt dafür, dass der extreme Einsatz von Keywords und Links nicht mehr zur gängigen Praxis gehört. Content Marketing, Benutzerfreundlichkeit und Conversion Optimierung haben durch das Update an Bedeutung gewonnen.

Sie haben noch Fragen?

Kontaktieren Sie uns

Kostenloser SEO-Check der OSG

Over Optimization Penalty
1 (20%) 2 votes