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Blind Network

Was ist ein Blind Network?

Der Begriff Blind Network ist dem Online-Marketing zuzuordnen und trägt eine doppelte Bedeutung. Einerseits ist unter einem Blind Network ein spezielles Werbenetzwerk zu verstehen, bei dem die Websites und Werbeplätze den Kunden nicht übermittelt werden. Andererseits bezeichnen Blind Networks Restplatzbuchungen in Werbenetzwerken. Als Kunde kann man bei diesen Werbenetzwerken die Platzierung der Werbemittel nicht direkt beeinflussen, denn es wird immer als sogenanntes Run of Network (RON) gebucht.

Das Wesen des Blind Network im Marketing

Wenn der Kunde bei der Buchung einer Display-Anzeige die Option des Blind Networks wählt, dann wird ein RON geschaltet, bei dem er nicht in Kenntnis darüber gesetzt ist, welche Anzeigenplätze seinen Werbemitteln zugrunde liegen. Mit anderen Worten: Bei den Blind Networks nimmt der Kunde nicht direkt das Angebot eines Werbenetzwerks wahr. Vielmehr nimmt der Werbetreibende das Angebot anderer Vermarkter von Anzeigenplätzen in Anspruch. Diese Vermarkter operieren in der Weise, dass sie eine Vielzahl von Anzeigenplätzen sammeln und sie dann im Gesamten als sogenanntes Blind Network offerieren.

Abgerechnet wird bei diesem Verfahren des Blind Networks zum Beispiel über CPM bzw. TKP oder CPC. Das Blind Network ist eine adäquate Option dazu, eine Display-Kampagne kostengünstig und sowohl mit hoher Flexibilität als auch hoher Reichweite zu schalten. Im Unterschied zu herkömmlichen Display-Schaltungen liegt der Schwerpunkt beim Blind Network klar auf der Quantität. Sehr gut sind Blind Networks daher geeignet für Kampagnen bei der Einführung neuer Produkte oder für Branding-Kampagnen. Bei dieser Art der Kampagnen wird der Fokus meist auf eine hohe Reichweite und nicht auf das gezielte Targeting gelegt.

Die Nachteile des Blind Networks

Der Vorteil der hohen Reichweite, die über Blind Networks erzielt wird, bedingt auch einen Nachteil: Der Werbetreibende kann zwar günstig eine hohe Reichweite erhalten, sieht jedoch letztendlich nicht, an twelchen Stellen seine Werbeanzeigen geschaltet werden. Es kann bei einem Blind Network auch durchaus der Fall auftreten, dass die Buchungen nur auf recht minderwertigen Werbeplätzen und Websites stattfinden. Ist dieser Fall gegeben, so kann der gewünschte Werbeeffekt trotz eines angemessenen, eingesetzten Budgets schnell ausbleiben. Grundsätzlich sind bei einem Blind Network auch relativ hohe Streuverluste einzukalkulieren, da kein gezieltes Targeting angewendet wird.

Blind Network Buchung von Restplätzen

Bei dieser Verfahrensweise ist es gut möglich, dass der TKP deutlich niedriger ausfällt, als er für gewöhnlich als Listenpreis von den Netzwerken veranschlagt wird. Dabei ist aber zu bedenken, dass der Kunde zwar das Netzwerk bzw. das Placement auswählen, jedoch auf das sonstige Targeting keinen Einfluss nehmen kann. Das Blind Network kann aufgrund dieser Eigenschaften eine gute Alternative und Ergänzung zu einer größeren Strategie sein, bei der insgesamt sehr viele Anzeigen geschaltet werden. Blind Networks unterstützen Retargeting- und Remarketing-Kampagnen dabei mit einem deutlichen Mehr an Reichweite.

Für die Werbenetzwerke sind die Blind Networks sehr sinnvoll, da mit ihnen Restplätze verwertet werden und die Auslastung an Kapazitäten maximiert wird. Speziell in Jahreszeiten, die weniger werbeintensiv sind, wie etwa der Januar nach dem Weihnachtsgeschäft, bietet die Verwertung von Restplätzen eine wichtige Einnahmequelle.

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