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Content Delivery Network (CDN)

Was ist ein Content Delivery Network (CDN)?

Bei einem CDN (Content Delivery Network) handelt es sich um ein verteiltes Cluster von Servern, das für die Bereitstellung von Webinhalten und Streaminganwendungen ausgelegt ist. Diese Servercluster werden in der Regel auf viele unterschiedliche geografische Standorte und Netzwerkknoten verteilt. So können sie auf Useranfragen möglichst schnell reagieren und die angeforderten Inhalte in kürzester Zeit zur Verfügung stellen. Das Content Delivery Network fungiert dabei als eine Art Vermittler zwischen einem Contentserver (Ursprungsserver) und seinen Clients. Ein Client ist hierbei das Endgerät, welches Informationen eines Servers abruft.

 

Quelle: blog.botfrei.de Definition Client

Quelle: blog.botfrei.de

 

Optimierte User-Experience

Ohne den Einsatz eines Content Delivery Networks werden Ursprungsserver in vielen Fällen mit einer hohen Last konfrontiert, da sie jede einzelne Anfrage selbst verarbeiten und beantworten müssen. Dadurch ergibt sich ein hoher Datenverkehr und somit eine entsprechend hohe Belastung für den Contentserver. Diese Anforderungen über einen längeren Zeitraum können so schnell zu Problemen wie beispielsweise Ausfällen oder Performanceeinbußen führen.

Wenn Client-Anfragen von einem Content Delivery Network verarbeitet werden, das sich sowohl geografisch, als auch auf der Netzwerkebene deutlich näher am Nutzer befindet, werden Ursprungsserver nicht so stark belastet. Dadurch wird die User-Experience optimiert, da sämtliche Inhalte sofort zur Verfügung stehen und Nutzer sich nicht mit langen Ladezeiten auseinandersetzen müssen.

Zahlreiche Einsatzbereiche

Alle Geräte, die über einen Webbrowser verfügen, senden Anfragen an Server, die ihnen die erforderlichen Inhalte für die Darstellung der jeweiligen Webseite (HTML, CSS, JavaScript) zur Verfügung stellen. Bei CDN-Systemen wird eine solche Anfrage von einem CDN-Server beantwortet, der dem Endnutzer geografisch am nächsten liegt. Dabei wird eine zwischengespeicherte Kopie des angeforderten Inhalts bereitgestellt. Falls dieser Inhalt auf dem zugewiesenen CDN-Server nicht gefunden werden kann, wird der nächste Server im Content Delivery Network-System kontaktiert, der die Anfrage des Endnutzers übernimmt und beantwortet. Falls die angeforderten Inhalte jedoch im CDN-System nicht verfügbar oder veraltet sind, wird die Anfrage an den Ursprungsserver weitergeleitet.

Obwohl moderne Content Delivery Networks in den meisten Fällen für die Bereitstellung von Webpräsenzen und deren Inhalten eingesetzt werden, können CDNs auch für anderen Content genutzt werden. Tatsächlich werden heutzutage Content Delivery Networks dafür eingesetzt, um eine breite Vielfalt an verschiedenen Inhalten zur Verfügung zu stellen. Hierzu gehören:

  • HD- und 4K-Videoinhalte über diverse Streaming-Plattformen wie Netflix oder Amazon Prime
  • Softwaredownloads und Updates für Apps, Spiele und Betriebssysteme
  • Audio-Streaming
  • Live-Gaming

Dynamisch und skalierbar

Heutzutage setzen immer mehr Unternehmen auf die zahlreichen Vorteile, die der Einsatz moderner CDN-Systeme mit sich bringt. Content Delivery Networks bieten ein hohes Maß an Flexibilität und Skalierbarkeit. Dies ist insbesondere für Unternehmen wichtig, die mit ihrer breiten Reichweite ein globales Publikum bedienen. Die Kunden greifen weltweit auf ihre Inhalte zurück und erwarten zu jeder Zeit eine bestmögliche User-Experience auf unterschiedlichen Geräten und an verschiedenen Standorten.

CDNs zeichnen sich durch folgende drei Aspekte aus:

  • Schnelle Ladezeiten
  • Ausfallsicherheit / Redundanz
  • Skalierbarkeit

In diesem Zusammenhang kommt der Skalierbarkeit eine besonders wichtige Rolle zu. Bandbreiten- und Systemanforderungen sind ständigen Änderungen unterworfen und können innerhalb kurzer Zeit stark variieren. CDNs können sich ständig verändernden Anforderungen in Echtzeit anpassen und so stets die optimale Bereitstellung der Webinhalte gewährleisten. Da die Abrechnungsmodelle bei meisten CDN-Anbietern auf einer Pay-Per-Use-Basis aufgebaut sind, zahlt der Kunde nur für die Bandbreite, die er tatsächlich verbraucht.

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