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Interstitial

Was ist ein Interstitial?

Als Interstitial oder Interstitial Ad wird ein spezieller Werbebanner bezeichnet, der den Webseiten-Besuch eines Nutzers zu Werbezwecken unterbricht. Die Aufmerksamkeit wird dabei auf das Interstitial gerichtet. Es finden sich im Online-Marketing mehrere Formen von Interstitials, wobei das Pop-up die geläufigste ist. Insbesondere im mobilen Advertising spielen Interstitial Ads eine wichtige Rolle. Bei übermäßigem Gebrauch von Interstitials kann Google Webseiten mit Penaltys belegen und im Ranking abstrafen.

(c) http://www.derektruong.com/2012/11/08/interstitial-ads/

Überblick und Allgemeines

Eine andere Bezeichnung für Interstitial lautet Unterbrecherwerbung. Gemeint ist die kurze Unterbrechung eines Webseitenbesuchs durch die Einblendung der Werbemittel. Der aus dem Englischen stammende Begriff bedeutet so viel wie “Zwischenräume bilden”. Wortgemäß nutzt diese Werbeform Zwischenräume aus, die zwischen Besucher und Internetseite liegen.

Diese Form von Werbebannern ist vor dem Hintergrund entstanden, die sinkende Aufmerksamkeit der Webseiten-Besucher wiederzugewinnen. In Anbetracht der vielseitigen Möglichkeiten und der flächendeckenden Verbreitung von Online-Werbung, lassen die Aufmerksamkeit der Nutzer und damit die Werbewirksamkeit nach. In diesem Zusammenhang sprechen Marketing-Experten von Banner Blindness. Nutzer können aufgrund der Reizüberflutung die Vielfalt an Werbebotschaften nicht mehr aufnehmen und infolgedessen der Werbung keine Beachtung mehr zukommen lassen. Die Einblendung von Interstitials ist ein Ansatz, um diesem Phänomen entgegenzuwirken.

Arten von Interstitials und ihre Funktionsweise

Es sind verschiedenartige User-Aktionen, die Interstitials auslösen können. Typischerweise werden sie durch das Öffnen einer Webseite oder durch den Klick auf einen speziellen Webseiten-Bereich aktiviert. Auch durch Klicks auf einen Link können Interstitials ausgelöst und eingeblendet werden. Manche Interstitials werden nach Ablauf eines bestimmten zeitlichen Intervalls automatisch deaktiviert. Andere müssen User durch einen Klick manuell ausblenden.

Im Gegensatz zu anderen Werbemitteln weisen Interstitials keine bestimmte oder vorgegebene Größe auf. Ihre technische Umsetzung erfolgt auf verschiedenartige Weise. Pop-ups sind eine Form von Interstitials, die via JavaScript umgesetzt werden. Sie öffnen sich charakteristischerweise in separaten Fenstern. Diese Form von Banner ist jedoch von Bedeutungsverlust gekennzeichnet. Grund hierfür ist die flächendeckende Verbreitung von Pop-up-Blockern in Internet-Browsern, die eine Öffnung der Pop-ups verhindern. Ähnlich wie Pop-ups funktionieren Pop-unders. Auch in diesem Fall öffnet sich ein neues Fenster oder ein neuer Tab, jedoch geschieht dies im Hintergrund. Damit ist das Pop-under weniger präsent als das Pop-up, doch kommt der Nutzer damit auch weniger gut in Kontakt.

Die Variante Flash Layer zeichnet sich dadurch aus, ähnlich wie eine neue Ebene über dem Webseiten-Inhalt zu erscheinen. Hierbei kann sich die Größe dem jeweiligen Bildschirm-Format anpassen.

Besondere Bedeutung haben Interstitials auf mobilen Endgeräten, wobei hier entsprechende mobile Interstitials zum Einsatz kommen. Häufig sind Interstitials auch in Videos anzutreffen. Ein bekanntes Beispiel sind die Werbeeinblendungen vor Wiedergabe eines YouTube-Videos. Video-Interstitials lassen sich unterbrechen, sodass User sie nicht bis zum Ende anschauen müssen.

Komplexer gestaltete Interstitials mit multimedialen Inhalten werden Superstitials genannt. Diese werden im Zuge des Aufrufs einer Seite geladen und überlagern in der Regel das komplette Browserfenster.

Eine weitere Sonderform sind Prestitials. Diese tauchen ausschließlich beim Aufruf der Startseite beziehungsweise beim Start eines Programms auf. Diese Interstitial-Form findet besonders bei Smartphone-Apps häufig Anwendung.

Stellenwert im Online-Marketing

Im Online-Marketing genießt das Interstitial aufgrund seiner hohen Werbewirksamkeit eine weite Verbreitung. Ihre Wirksamkeit hängt damit zusammen, dass sie für Nutzer unerwartet auftauchen und sich damit von anderen Werbebannern abgrenzen. Die durch Überflutung mit Werbebotschaften entstehende Banner Blindness wird wirksam umgangen und die Aufmerksamkeit des Besuchers gewonnen. Zudem entfällt dank der Platzierung die Notwenigkeit, mit anderen Werbemitteln zu konkurrieren.

Ein weiterer Vorzug ist die hohe Gestaltungsfreiheit dieses Werbemittels. Interstitials ermöglichen multimediale Inhalte und bieten die Möglichkeit, sich über das gesamte Browserfenster zu erstrecken. Interstitials eignen sich für die Ausspielung von Rich Media, das heißt für Inhalte wie Videos, Animationen, Audio-Dateien oder Bildern. In Abhängigkeit der Browser-Einstellung gibt es für Besucher keine Möglichkeit, den Interstitials zu entgehen, es sei denn, er verlässt oder schließt das Browser-Fenster.

In dieser Eigenschaft findet sich gleichermaßen ein Risiko des Einsatzes von Interstitials. Ist die Platzierung nicht durchdacht, kann sie auf Unverständnis oder Verunsicherung seitens der Umworbenen stoßen. Ist ein solches Werbemittel für einen Nutzer nicht relevant, kann es dazu führen, dass er die Webseite verlässt und nicht mehr aufruft. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Botschaften passgenau auf eine Zielgruppe auszurichten.

Eine weitere Problematik hängt mit Googles Ranking-System zusammen. Seit Januar 2017 sieht Google Penaltys für die übermäßige Verwendung von Interstitials vor, da sie der Suchmaschine als Indikator für eine schlechte User Experience gelten. Seit August 2017 sieht Google zudem einen Algorithmus vor, der insbesondere mobile Webseiten abstraft, sobald diese mit einer bestimmten Interstitial-Form belegt werden.

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