Socialware

Socialware

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Was ist Socialware?

F├╝r den Begriff Socialware (im Deutschen auch: soziale Software) gibt im deutschen und angloamerikanischen Sprachraum bisher keine allgemeing├╝ltige Definition. Der Kunstbegriff l├Ąsst sich indes in Hinblick auf seinen Einsatzzweck auslegen: Socialware-Tools unterst├╝tzen den Aufbau, die Pflege und die Weiterentwicklung von menschlichen Gemeinschaften im Internet vor der Pr├Ąmisse, einen Mehrwert aus der Abbildung von menschlichem Sozialverhalten zu generieren. Der geforderte Nutzen kann beispielsweise betriebswirtschaftlicher, arbeits├Âkonomischer oder ideeller Natur sein. Eng verbunden mit dem Begriff Socialware ist der in 2004 von Professor Andrew McAfe eingef├╝hrte Begriff Enterprise 2.0: Enterprise 2.0 bezeichnet eine aufbau- und ablauforganisatorisch fortgeschrittene Unternehmenskultur, welche Socialware zur Innen- und Au├čenkommunikation, im Rahmen der Projektkoordination sowie im Bereich von innerbetrieblichem Wissensmanagement einsetzt.

Socialware als Bestandteil unterschiedlicher Informations- und Kommunikationssysteme

Hier zun├Ąchst exemplarisch einige bekannte Beispiele f├╝r Online-Plattformen mit integrierten Socialware-Tools

  • Freundesnetzwerke wie Facebook, StudiVZ und MySpace
  • soziale Netzwerke mit Fokus auf Gesch├Ąftskontakten wie XING und Linkedin
  • enzyklop├Ądische Wissenssammlungen wie Wikipedia, Wikitravel und Pflegewiki
  • Folksonomien (gemeinschaftlich indexierte Sammlungen von Schlagworten, Stichwort: “social tagging”) wie flickr und jabber
  • Personensuchmaschinen wie Yasni oder pipl
  • allgemein: Empfehlungshandel (“social commerce” oder “social shopping”)
  • allgemein: Chats (“Instant Messaging”) , Webforen, Weblogs

Grundfunktionen von Socialware

In der Fachliteratur besteht weitestgehend Konsens dar├╝ber, welche Basisaufgaben Socialware erf├╝llen muss. Als Grundfunktionen werden Informationsmanagement, Identit├Ątsmanagement und Beziehungsmanagement benannt

Die Speicherung von online abgelegten Informationen muss so strukturiert sein, dass sie
gefunden, verwaltet und bewertet werden k├Ânnen.
Unterschiedliche Aspekte eines Internet-Users (beispielsweise Geschlecht, Alter, Hobby, Bildungsstand) m├╝ssen dargestellt werden k├Ânnen. Dabei m├╝ssen heute neben reinen Textinformationen andere Formen der Selbstdarstellung wie Bilder und Videos ber├╝cksichtigt werden.
Kontakte m├╝ssen abgebildet, gepflegt und neu gekn├╝pft werden k├Ânnen.

Socialware erschlie├čt unterschiedliche Formen von Mehrwert

├ťber das in Informations- und Kommunikationssystemen abgebildete menschliche Sozialverhalten lassen sich unterschiedliche Formen von Nutzen sch├Âpfen. Hier einige Beispiele:

Besonders im Bereich von Online-Marketing bringen Socialware-Tools neue Potentiale hervor. Sie ermitteln beispielsweise, auf welcher Plattform die Zielgruppe f├╝r ein bestimmtes Produkt privat aktiv ist und erhalten so Plandaten f├╝r eine effiziente Platzierung von Werbe-Kampagnen.
im Unternehmen entsteht unter anderem dadurch, dass Mitarbeiter aus den Erfahrungen anderer Mitarbeiter lernen und sich Fehler aus der Vergangenheit so nicht wiederholen, Beispiel Projekt- und Produktdokumentation: Bei Start eines neuen Projektes partizipieren Projektmitarbeiter von dem Wissen um Probleme und Schwierigkeiten aus abgeschlossenen Projekten, wenn diese als Erfahrungsberichte fixiert sind und f├╝r alle involvierten Projektarbeiter freier Zugriff auf diese “Experteninformationen” besteht. Dies setzt eine Unternehmenskultur voraus, die einen konstruktiven Umgang mit den Fehlern ihrer Mitarbeiter lebt, da diese sich ansonsten mit der “├Âffentlichen” Bekanntgabe von Fehlern zur├╝ckhalten werden.
entsteht ├╝berall dort, wo Internet-Nutzer ihr Wissen unentgeltlich anderen Internet-Nutzern zur Verf├╝gung stellen. Das Teilen von Wissen kann beispielsweise in einem nicht-kommerziellen Forum zu einem bestimmten Hobby erfolgen. Die ab 2001 in freiwilliger kollaborativer Arbeit als “Urmutter aller Wikis” gewachsene Online-Enzyklop├Ądie Wikipedia ist der Inbegriff der globalen Bereitstellung, Pflege und Weiterentwicklung von menschlichem Wissen. Ein dort eingestellter Beitrag kann vom urspr├╝nglichen Autor sowie von anderen Autoren bearbeitet werden. Die zeitgleich oder zeitlich versetzte Fortschreibung des Beitrages durch mehrere Autoren verbessert in der Regel den Informationsgehalt des urspr├╝nglich bereitgestellten Beitrages.

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