Adaptive Content

Adaptive Content

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Was ist Adaptive Content?

Definition

Unter Adaptive Content werden in der direkten √úbersetzung “anpassungsf√§hige Inhalte” verstanden, die in unterschiedlichen Situationen, wie beispielsweise in unterschiedlichen Umgebungen, auf unterschiedlichen Ger√§ten oder √Ąhnliches, dem Endnutzer in optimaler auf ihn zugeschnittener Weise pr√§sentiert werden.

Im Online-Marketing wird Adaptive Content als eine Strategie eingesetzt, dem User von Onlineplattformen auf verschiedenen Endgeräten, genau die Informationen zu liefern in der Darstellung und Form, wie sie zum Beispiel von einer Webseite, auf einem Smartphone, in einem Video, in einer Online-Anzeige, auf Social-Media-Plattformen und Weiteres, technisch und/oder inhaltlich gefordert werden.

Adaptive Content stellt einen hohen Nutzen f√ľr Endnutzer bereit

In unserer modernen Welt, die durch Medien wesentlich mitgepr√§gt wird, stellen Wissen und Informationen eine der wichtigsten Ressourcen dar. Nicht selten gehen aber wichtige Informationen durch eine √úberflutung an Daten und Fakten oder aufgrund einer falschen Darstellungsweise unter und werden nicht richtig oder √ľberhaupt nicht wahrgenommen. Das Konzept der anpassungsf√§higen Inhalte ist keine vollst√§ndig neue Erfindung, wurde aber bislang in seiner Tragf√§higkeit noch nicht ausgesch√∂pft oder entdeckt. Dabei gilt die Strategie adaptiven Content einzusetzen, um die Empf√§nger von Informationen, bestm√∂glich zu erreichen, als ein sehr starkes, wirkungsvolles und zukunftstr√§chtiges Instrument in vielen Bereichen der medialen Verbreitung von Inhalten und Informationen. F√ľr Nutzer wird es bei einer √úberflutung von Informationen, ihn genau an der Stelle abzuholen, an der er steht und ihm die Informationen zu pr√§sentieren, die er zum Zeitpunkt der Bereitstellung ben√∂tigt in der Art und Weise, wie er sie selbst aufnehmen oder wie das von ihm verwendete Ger√§t technisch verarbeiten kann. Diese auf die jeweilige Situation des Nutzers genau zugeschnittenen Inhalte k√∂nnen ihm dann einen hohen Nutzen stiften, da sie zum Beispiel

  • Redundanzen vermeiden
  • ihm in der Situation mit genau dem Wissen helfen, nach dem er gesucht hat,
  • die geistige Verarbeitung des Inhaltes erleichtern,
  • seine Aufnahmef√§higkeit nicht durch √úberinformation, √ľberbordende oder konfuse Darstellungen beeintr√§chtigen
  • etc.

Zusammenwirken von Adaptive Content und Adaptive Webdesign

Optimierter adaptiver Content in Verbindung mit einem adaptiven Webdesign bilden gemeinsam ein perfektes auf den Endnutzer abgestimmtes Angebot medialer Erscheinungsformen. Allein die Handhabung beim Aufrufen einer Webseite auf einem PC, einem Notebook oder einem Smartphone unterscheidet sich erheblich. Am PC werden die Internetinhalte in den h√§ufigsten F√§llen mit einem Mausklick aufgerufen. Am Notebook wird die Bedienung von Usern fast ausschlie√ülich per Touchpad oder Tastaturk√ľrzel bevorzugt. Auf dem Smartphone werden Interaktionen, wie das Aufrufen von Men√ľpunkten, Scrollen und √Ąhnliches, durch das Ber√ľhren des Touchscreens vorgenommen. So ist es nicht selten erforderlich, die Gestaltung der Webseite den jeweiligen Nutzungsformen und Darstellungsm√∂glichkeiten der verschiedenen Ger√§te anzupassen. Mehr zur Darstellung auf unterschiedlichen station√§ren oder mobilen Endger√§ten, sowie zur Optimierung von Webseiten und deren Inhalte f√ľr verschiedene technische Anforderungen, wie zum Beispiel Displaygr√∂√üen und √Ąhnliches, ist in verschiedenen Artikeln¬†zu lesen. In welcher Weise sich Adaptive und Responsive Webdesign voneinander unterscheiden wird in dem Artikel beschrieben.

Unterschiedliches Nutzerverhalten erfordert eine entsprechend angepasste Vermittlung von Inhalten

Das Konzept des adaptiven Contents findet sowohl online als auch offline Anwendung. Es ber√ľcksichtigt unterschiedliche Faktoren im Umfeld und Verhalten der Zielpersonen, die mit den Inhalten erreicht werden sollen. So k√∂nnen bestimmte Aussagen oder Texte f√ľr Menschen unterschiedlichen Alters in der ihnen entsprechenden Weise angepasst werden.

Werden zum Beispiel Inhalte auf Social-Media-Plattformen verbreitet, so sollten die Inhalte den dort √ľblichen Umgangsformen entsprechen, wie die √ľbliche Ansprache der oftmals j√ľngeren Nutzer mit einem pers√∂nlichen “Du”.
Auf Plattformen im Internet oder auch in anderen Offline-Medien, wie Tageszeitungen, Katalogen, Prospekten und Weiteres, die in gr√∂√üerem Ma√üe von √§lteren Personen genutzt werden, sollten die gleichen Inhalte nach den dort √ľblichen Konventionen angepasst werden, wie der h√∂flichen Anrede der Leser mit “Sie”.

Adaptive Content soll es erm√∂glichen, diese inhaltlichen Anpassungen vorzunehmen, ohne den gesamten Content, zum Beispiel f√ľr verschiedene Personengruppen, vollst√§ndig √§ndern zu m√ľssen.

Die Hauptelemente des Adaptive Content nach dem COPE-Modell

Damit Inhalte als Adaptive Content eingesetzt werden k√∂nnen, sollten sie bestimmte Eigenschaften aufweisen. Hierf√ľr wurde das Modell COPE entwickelt. “COPE” entstammt den Anfangsbuchstaben der englischen Begriffe: Create Once Publish Everywhere. In die deutsche Sprache √ľbersetzt bedeutet COPE, dass Texte oder andere mediale Inhalte “einmal erschaffen und an jedem Ort ver√∂ffentlicht” werden k√∂nnen. Die Anforderungen, die diese Inhalte dann erf√ľllen sollten, sind zum Beispiel

  • die Inhalte m√ľssen unabh√§ngig vom Endger√§t, so beschaffen sein, dass sie auf mehreren Ver√∂ffentlichungskan√§len genutzt werden k√∂nnen und eine sinnvolle Strukturierung aufweisen
  • zun√§chst werden erste universelle Entw√ľrfe des Adaptive Contents unabh√§ngig von der sp√§teren Ver√∂ffentlichungsform erstellt, die zwar standardisiert, aber allgemein einsetzbar sein sollen
  • erst in den n√§chsten Schritten werden die Inhalte technisch f√ľr die entsprechenden Endger√§te oder Ausgabekan√§le angepasst, wie beispielsweise mit Metadaten versehen, personalisiert f√ľr die Ansprache an bestimmte Zielgruppen auf verschiedenen Plattformen oder in verschiedenen Medienkan√§len, Anpassungen im Kontext auf die Anforderungen verschiedener Nutzer oder Zielgruppen
  • zu den technischen Anpassungen des Adaptive Content geh√∂ren beispielsweise die √úbernahme in das CMS (Contentmanagementsystem), die Optimierung f√ľr SEO-Anforderungen oder die Anpassung an bestimmte Publishingsysteme f√ľr verschiedene Ausgabeformate und √Ąhnliches

Einsparungspotenziale durch Adaptive Content bei Unternehmen und Agenturen

F√ľr die Unternehmen, Agenturen, Webseitenbetreiber und andere Publisher entstehen gro√üe Potenziale durch Arbeitserleichterungen und Einsparungen an Ressourcen in der Herstellung und Bereitstellung ihrer Werbebotschaften, Texten, Videos oder anderen medialen Inhalten. So k√∂nnen die universell erstellten Inhalte von einer Stelle an andere Plattformen problemlos ohne erneute Erstellung, √úberarbeitung oder Formatierung √ľbergeben werden, wie beispielsweise CSS- oder HTML-Tags, YouTube-Videos, Textdateien, Shortcuts in beliebigen Webseiten. Werbung kann den entsprechenden Erfordernissen verschiedener Social Networks auf Facebook, Instagram, YouTube und weiteren Plattformen parallel ver√∂ffentlicht werden. Werbung per Google AdWords sowie das Posten von Nachrichten auf Facebook oder Twitter kann ohne weiteren gr√∂√üeren Aufwand realisiert werden.

Wettbewerbsvorteile durch nutzerfreundlichen Adaptive Content erzeugen

Die Verwendung von Adaptive Content bringt viele Vorteile mit sich, die deutliche Wettbewerbsvorteile vor anderen Mitbewerbern um Kunden erzeugen k√∂nnen. Ein besonders wichtiger Ansatzpunkt ist dabei, dass der Kunde oder Nutzer “an der Stelle abgeholt werden soll, an der er gerade steht”. Dabei soll dem Kunden die Interaktion auf einer Webseite so sehr vereinfacht werden wie m√∂glich. Diese Vereinfachung der Interaktion f√ľr Kunden oder Nutzer kann dar√ľber entscheiden, wie sich zum Beispiel

  • seine Kundenbeziehung und Kundenbindung zu einem Unternehmen entwickelt
  • sein Verhalten auf der ihm pr√§sentierten Webseite zeigt, ob der Erwerb eines Produktes durch Anklicken des Verkaufbuttons ausgel√∂st oder ob im negativen Fall das schnelle Verlassen der Seite durch Weiterklicken hervorgerufen wird, beispielsweise durch fehlende oder mangelhafte Funktionen, konfuse oder un√ľbersichtliche Darstellungen von Inhalten, fehlerhaften Formatierungen und √Ąhnliches
  • oder wie sich sein Weiterempfehlungsverhalten an Familie, Freunde und Bekannte gestaltet.

Zukunftstrend: Adaptive Content in virtuellen Realitäten

Die moderne mediale Gesellschaft ist durch eine zunehmende Vernetzung gekennzeichnet. Mediale Inhalte und Interaktionen haben in allen Lebensbereichen Einzug gehalten. Die Grenzen zwischen echten und virtuellen Realit√§ten werden immer durchl√§ssiger, vermischen sich oder werden teilweise sogar aufgehoben. So k√∂nnten beispielsweise Waren, die in den Auslagen eines realen Gesch√§ftes von Kunden betrachtet wurden oder zu denen Kunden ein beratendes Gespr√§ch mit einem Verk√§ufer gef√ľhrt haben, zu einem sp√§teren Zeitpunkt auf der Online-Pr√§senz des Gesch√§ftes bestellt werden. Immer h√§ufiger werden von Kunden Suchanfragen zu bestimmten Produkten zum Beispiel bei Google gestellt, deren Anbieter mithilfe von GPS-Daten auf den Standort des Kunden bei Google Maps angezeigt werden. Die standortbezogene Suche und Anzeige von Produkten oder Dienstleistungen gewinnt durch die Zunahme der Darstellung von virtuellen Realit√§ten auf mobilen Endger√§ten zunehmend an Bedeutung.

Tipp

Unternehmen, Agenturen und Publisher, die in der Lage sind, ihren Kunden oder Nutzern, Angebote und Inhalte in einer f√ľr sie sinnvollen und das Leben erleichternden Weise mithilfe des Adaptive Content in realen und virtuellen Zusammenh√§ngen darzustellen, werden ihre √úberlebensf√§higkeit in immer st√§rker umk√§mpften M√§rkten sichern und deutliche Wettbewerbsvorteile gegen√ľber ihren Mitbewerbern generieren.¬†


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