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Frameloader

Was ist der Frameloader?

Der Frameloader hat die Aufgabe, die Frames eines Framesets zu laden und für Anwender sichtbar zu machen. Der Frameloader verhindert, dass nur vereinzelte Frames laden. Bei der Nutzung von Frames auf Internetseiten sind diese aus mehreren unterschiedlichen Elementen zusammengesetzt. Wird eine Webseite aufgerufen, so wird jedes Element beim Aufruf in das vollständige Frameset geladen. Suchmaschinen erfassen die verschiedenen Bestandteile normalerweise separat, weshalb auch die Ausgabe in den Suchergebnislisten einzeln erfolgt. Der Frameloader unterbindet es, dass die separaten Bestandteile ohne das Frameset geladen werden. Im Hinblick auf die Suchmaschinenoptimierung gilt es zu berücksichtigen, dass Frames von Suchmaschinen im Allgemeinen nur unzureichend gelesen werden können. Daher ist eine Optimierung der Noframe-Elemente von Bedeutung.

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Die heute als veraltet geltende Technik der Frames kommt nur noch vereinzelt zum Einsatz, beispielsweise beim HTML-Rendering.

Definition, Überblick und Allgemeines

Der Frameloader bezeichnet generell einen bestimmten Bestandteil eines Framesets. Er lädt die Frames eines Framesets und macht sie damit für User erst sichtbar. So wurden etwa HTML-Frames oder iFrames in erster Linie im Sinne der Strukturierung von Inhaltselementen eingesetzt. Inzwischen gelten sie jedoch als veraltet. Dem Frameloader kam in erster Linie die Aufgabe zu, die Elemente von Servern zu laden, um Usern sämtliche relevanten Frames anzeigen zu können. Dies hat einige Vorteile im Hinblick auf die Einsparung von Bandbreite sowie die Bedienbarkeit.

Die Modularisierung ermöglicht die Datenübertragung unter Nutzung einer nur geringen Bandbreite. Gleichermaßen können Anwender selbst Webseiten ohne große Kenntnis serverseitiger Programmier- der Skriptsprachen generieren. Unvorteilhaft an der framebezogenen Darstellung ist jedoch die Problematik in der Suchmaschinenoptimierung. Die Einbindung der mehreren Inhaltselemente kann für Suchmaschinen und auch für Nutzer problematisch sein. Aus diesem Grund gilt diese Technik des Ladens von Inhaltselementen als veraltet. Ein Einsatzbereich, in dem das Frameloading noch immer genutzt wird, ist das HTML-Rendering.

Was ist der Ursprung und die Entwicklung des Frameloaders?

Die ursprüngliche Entwicklung der Technik des Frameloaders reicht zurück bis in das Jahr 1996. Der damals weit verbreitete Browser Netscape Navigator 2.0 wurde im März 1996 entwickelt. Die Technik brachte gegenüber Konkurrenzbrowsern einige Vorzüge mit sich.

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Frameloader spielten eine wichtige Rolle im Konkurrenzkampf um die Vorherrschaft auf dem Markt für Browser (Browserkriege 1995 bis 1998).

Im Verlaufe der Zeit konnte jedoch der Hauptwettbewerber Microsoft Internet Explorer größere Marktanteile erschließen. Zudem sorgten neue und konkurrierende Technologien, darunter JavaScript und CSS dafür, dass der Netscape Navigator nicht mehr mithalten konnte, sodass die Entwicklung schließlich eingestellt wurde. Schließlich wurde der Browser von Netscape langsam in das Open-Source-Projekt von Mozilla eingegliedert, bevor der Support für diesen Browser Anfang 2008 eingestellt wurde.

Was sind die Ziele und die Einsatzbereiche der Frameloader?

Werden auf einer Webseite Frames eingesetzt, so kommt es vor, dass Internetnutzer unmittelbar auf einen Frame zugreifen. Hierbei wird lediglich ein einziger Frame oder Unterframe geladen. Dies kann geschehen, ohne dass es zum Laden des vollständigen zugehörigen Framesets kommt. So können Besucher etwa über eine Suchmaschine auf eine Internetseite gelangen, ohne dass hierbei das Frameset geladen wird. In diesem Falle ist es auch nicht sichtbar und der Rest der Webseite ebenfalls sind. An dieser Stelle ist keine weitere Navigation auf der Seite mehr möglich. Ziel des Frameloaders ist es, dieses unerwünschte Phänomen zu umgehen. Dank des Einsatzes eines Frameloaders werden komplette Framesets auch dann geladen, wenn ein Nutzer über einen Unterframe auf eine Webseite einsteigen.

Wie funktioniert ein Framloader?

Zum Verständnis der Funktionsweise des Frameloaders sind die Begriffe Frame sowie Frameset von Bedeutung. Der Frame (aus dem Englischen: Rahmen) bezeichnet denjenigen Bereich in einem HTML-Dokument, mit dem andere Dokumente eingebunden und referenziert werden können. Das Frameset hat die Aufgabe, zu bestimmen, welche Frames dargestellt werden. Geladen wird das Frameset durch den Frameloader. Auf diese Weise ist es möglich, mehrere HTML-Dokumente sowie Elemente dieser Dokumente darzustellen. Hierbei steht also nicht eine URL für eine HTML-Internetseite, sondern gegebenenfalls mehrere URLs. Diese Eigenschaft von Frames sorgt für eine technisch vorteilhafte Umsetzung.

Handelt es sich beispielsweise bei einer Navigation mit Menü um ein einzelnes Dokument, so kann dieses einzelne Dokument auch in anderen Seiten geladen werden. Dies hat den Vorteil, dass das Menü nicht im Falle jedes Seitenaufrufs neu geladen werden muss. Die Frame-Technologie erlaubt gleichermaßen die Einbindung externer Elemente. Gleichermaßen kann die Eigenschaft, dass eine Webseite mehrere URLs haben kann, auf Nutzer irritierend wirken.

Wie steht es um die Usability und Nutzererfahrungen?

Im Hinblick auf die Nutzererfahrung können Frames und mit ihnen das Frameloading eine Reihe von Problemen mit sich bringen, die von irritierender Navigation bis zu Kompatibilitätsproblemen reichen. Ein Frameloader ist im Allgemeinen imstande, zwischen drei und fünf Frames zu laden. Dies ist möglich, ohne dass diese Elemente und Inhalte durch einen Screenreader durcheinandergebracht werden. Geht die Anzahl der Frames über diese Möglichkeit hinaus, kommt es häufig zu mangelnder Übersicht in der Darstellung.

Dies kommt insbesondere bei der Nutzung mobiler Endgeräte zum Tragen. Aufgrund der kleineren Displays sind der Anzeige der maximalen Frames physische Grenzen gesetzt. Es steht nicht genug Platz für die Darstellung einer höheren Anzahl Frames zur Verfügung. Dies kann Nutzeraktionen und -interaktionen unmöglich werden lassen. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn sich die Navigation in einem anderen Frame befindet als in der gerade aufgerufenen Unterseite. Hinzu kommt bei der Anwendung mobiler Endgeräte das Problem der Beanspruchung der Bandbreite. Durch die zahlreichen Anfragen an Server für die verschiedenen Inhaltselemente wird die Bandbreite stark belastet. Frames lassen sich nur unter der Voraussetzung barrierefrei einsetzen, wenn diese Probleme bereits im Rahmen der Entwicklungsphase einer Internetseite berücksichtigt werden.

Was ist die besondere Problematik der Frames?

Nicht nur für die Nutzererfahrung sondern auch aus Perspektive der Suchmaschinenoptimierung können Frames bestimmte Herausforderungen mit sich bringen. Bei Verwendung von Frames kommt nicht das Prinzip zum Einsatz, dass es für jede Webseite nur eine URL gibt. Im Webbrowser-Fenster des Users wird keine Unterseite angezeigt, sondern nur die Festlegung des Framesets, das gerade vom Frameloader geladen wird.

Welche Nutzungseinschränkungen können entstehen?

Dies bringt die Nachteile mit sich, dass Anwender in der Nutzung der jeweils aktuellen Seite eingeschränkt sind. Sie können sie weder verlinken, noch teilen noch Lesezeichen setzen oder die Seite auf die Favoritenliste stellen. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass ein Frameset eine Art Startseite bildet. Der Einstieg auf einer der Unterseiten kann zur Folge haben, dass der Frameloader das Frameset nicht lädt. Diese Problematik ist unter dem Namen Adressierungsproblem bekannt. Das Adressierungsproblem der Frames führt dazu, dass beim Einstieg auf Unterframes bestimmte Navigationselemente nicht geladen werden können. Folglich kann ein Nutzer auch nicht mit der gewünschten Internetseite interagieren. In diesem Falle sieht der Nutzer nur den Bereich, der durch einzelne Frames geladen werden kann. Sofern der Frameloader das damit verbundene Frameset nicht korrekt lädt, wird dieses gegebenenfalls nicht abgerufen.

Eine weitere Einschränkung in der Nutzung der Frameloader zeigt sich im Hinblick auf die Indexierung in Suchmaschinen. Aufgrund fehlenden Inhalts sind Suchmaschinen nicht imstande, Framesets auslesen zu können. Framesets legen lediglich die Inhaltselemente sowie die Dokumente fest, auf die referenziert wird. Selbst haben sie keinen auslesbaren Inhalt. Der gesamte Content befindet sich in den Unterseiten, auf die referenziert wird. Eine automatisierte Auslesung oder Verarbeitung der Framesets durch Suchmaschinen ist daher nicht möglich. Ebenso können Suchmaschinen die Framesets entsprechend nicht evaluieren oder einem Suchmaschinenindex zuordnen. Hinzu kommt, dass Suchmaschinen die Anweisungen bezüglich Aufbau des Frame-Layouts nicht oder nicht hinreichend.

Abhilfe durch Noframe-Tags

Unterstützung finden Suchmaschinen in Form des Noframes-Tags. Dieses beinhaltet umfassende deskriptive Informationen über die Dokumente und ihre Inhalte. Diese Informationen stellt das Noframes-Tag den Suchmaschinen zur Verfügung. Die Tags tragen dazu bei, dass nicht nur Suchmaschinen, sondern auch Nutzer bestmöglichen Nutzen aus den Webseiten ziehen können. Das Noframe-Tag ermöglicht die Ausgabe alternativer Varianten des Inhalts der Webseite. Sollten Frames einmal nicht korrekt oder im vollen Umfang geladen werden, können sowohl Suchmaschinen als auch Nutzer dennoch etwas mit der Internetseite anfangen. Die wichtige Aufgabe des HTML-Rendering wird durch den auch dann ermöglicht, wenn ein Webbrowser oder die Suchmaschine keine Unterstützung für Frames aufweist. Wenn User-Agents, beispielsweise Clients, nicht zur Verarbeitung von Frames imstande sind, wird ihnen eine andere, verarbeitbare Variante der Inhalte angezeigt. Veränderungen des Dokuments seitens des Clients können etwa via JavaScript erfolgen.

Aktueller Stellenwert der Frameloader

Frames und mit ihnen Frameloader und die von ihnen geladenen Framesets gelten im Internet als weitgehend veraltet. Von ihrer Anwendung wird im Allgemeinen abgeraten. Ein Einsatz ist dann dennoch denkbar, wenn keine alternative Technologie zur Verfügung steht.

Info

Grundsätzlich widerspricht der Einsatz von Frames gegen wichtige Aspekte des modernen World Wide Web: sie beachten nicht das grundlegende Prinzip der exakten und eindeutigen Referenzierbarkeit der URL (jede URL sollte eine Webseite sein).

Des Weiteren entspricht die Frame-Technik auch nicht der Trennung zwischen Layout und Inhalt. Sollten Anwender nicht um die Nutzung von Frames umhin kommen, so empfiehlt es sich, soweit wie möglich auf die Usability und die Suchmaschinenoptimierung zu achten. Hierzu gehört etwa die Optimierung der Noframe-Bereiche durch Meta-Tags, da diese Noframe-Bereiche im Gegensatz zu den Frames von Suchmaschinen zuerst erkannt werden.

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