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MySQL

Was ist MySQL?

Bei MySQL handelt es sich um ein relationales Datenbanksystem, das sich weltweit großer Beliebtheit erfreut. Das Datenbanksystem ist sowohl als Open Source-Lösung, als auch als kommerzielle Version für viele unterschiedliche Betriebssysteme erhältlich und bildet bei vielen dynamischen Websites die technische Basis für die Speicherung der Daten. MySQL ist in der Lage gigantische Datenmengen schnell und effizient zu verarbeitet, weswegen es schon seit Jahren bei IT-Giganten wie Facebook oder Microsoft verwendet wird.

Einsatzgebiete und Verbreitung

MySQL setzt sich aus zwei Wörtern zusammen. Die Abkürzung SQL bezieht sich auf die Structured Query Language, eine deklarative Programmiersprache, mit der Daten in einer relationalen Datenbank organisiert werden. Bei „My“ handelt es sich um den Vornamen der Tochter eines Entwicklers, der an dem MySQL-Projekt mitgearbeitet hat. Heutzutage ist das Datenbanksystem im World Wide Web sehr verbreitet. Viele moderne CMS (Content Management Systeme) wie WordPress oder Drupal nutzen das System als relationale Datenbank um zusammen mit Skriptsprachen (JavaScript, PHP) dynamische Webseiten zu erzeugen.

Aufgrund seiner performanten technischen Basis ist das Datenbanksystem in der Lage, Daten effizient zu verarbeiten. Die Daten werden innerhalb der Datenbank so gespeichert, dass sie möglichst wenig Speicherplatz beanspruchen. Die Datenbank wird durch den Einsatz der deklarativen Datenbanksprache SQL organisiert. Obwohl innerhalb des SQL-Standards keine grafische Benutzeroberfläche definiert ist, lässt sich diese mittels externer Plug-Ins realisierten. Es sind zahlreiche solcher kostenloser Plug-Ins erhältlich, die dem Benutzer eine grafische Benutzeroberfläche zur Administration und Bedienung des Datenbanksystems bieten. Eine dieser Erweiterungen ist das kostenlos erhältliche phpMyAdmin-Tool. MySQL ist sowohl in einer kostenlosen Open Source-Variante, als auch als kommerzielle Enterprise-Version erhältlich und ist mit allen aktuellen Betriebssystemen kompatibel.

Entwicklungsgeschichte

Im Jahr 1994 begannen die beiden Informatiker Michael Widenius und David Axmark in den Laboren des schwedischen Unternehmens My-SQL-AB mit der Entwicklung eines neuen Datenbanksystems. Nach einigen internen Releases wurde MySQL 1997 unter der Versionsnummer 3.1 der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Datenbanksystem war von Anfang an für die schnelle und effiziente Speicherung und Verarbeitung großer Datenmengen ausgelegt. In den ersten Versionen war der Funktionsumfang jedoch sehr beschränkt. Es existierten nur wenige Tabellentypen und auf den Einsatz von Transaktionen wurde komplett verzichtet. Mit der Version 3.23 wurde das Datenbanksystem mit neuen Tabellentypen mit Transaktionen versehen. Im Jahr 2008 wurde My-SQL-AB von Sun Microsystems aufgekauft und die Entwicklung wurde aufgrund neuer Fördergelder mit rasender Geschwindigkeit fortgeführt. Noch im selben Jahr wurde MySQL 5.1 veröffentlicht. Sun Microsystems wurde schließlich 2010 von Oracle übernommen. Auch Oracle arbeitet kontinuierlich an der Optimierung des Datenbanksystems und hat bereits mehrere neue Versionen mit zahlreichen neuen Funktionen und Features veröffentlicht. Der in C und C++ geschriebene Quellcode ist frei verfügbar, da das Datenbanksystem ursprünglich als Freeware vorgesehen war.

Funktionsweise

MySQL basiert auf der traditionellen Client-Server-Architektur und setzt sich aus einem MySQL-Server und einem oder mehrerer Clients zusammen. In diesem Kontext stellt der Server das Datenbanksystem dar. Er ist sowohl für die Speicherung der Daten, als auch für deren korrekte Verteilung zuständig. Die Daten werden innerhalb der Datenbanken in zweidimensionalen Tabellen gespeichert. Diese Tabellen verfügen über verschiedene Spalten, Reihen sowie unterschiedliche Datentypen. Die gängigsten Datentypen sind:

  • Numerische Daten
  • Zeichenketten (Char und String)
  • Uhrzeit- und Datumformate

Die Clients sind in der Lage, die gespeicherten Daten über strukturierte Anfragen (SQL-Queries) an die MySQL-Engine abzurufen oder zu bearbeiten. Das Abrufen, Verändern, Löschen oder Hinzufügen von Daten wird ebenfalls über die Structured Query Language realisiert. Das Datenbanksystem ist in erster Linie an die Verwaltung einer großen Anzahl an unterschiedlichen Datenbanken ausgelegt, an die Clients mehrere Anfragen gleichzeitig und in Echtzeit weiterleiten können. Je nach Einsatzzweck und Aufbau der Datenbank ist ein Zugriff auf die gespeicherten Daten über ein privates Intranet oder über das öffentliche Internet möglich.

Um die Daten vor unautorisiertem Zugriff zu schützen, werden den Clients unterschiedliche Rechte zugesprochen. Die gängigsten Clients sind Kommandozeilenprogramme, Web-Anwendungen und andere Programme, die eine Datenbank für die Speicherung von Daten benötigen. Mit den Rechten können Administratoren genau festlegen, auf welche Daten ein bestimmter Client Zugriff hat. Um die Performance einer MySQL-Datenbank zu optimieren werden Ergebnisse aus Abfragen in einem Zwischenspeicher (Query-Cache) gespeichert. Wenn zu einem späteren Zeitpunkt eine identische Abfrage an die Datenbank übermittelt wird und die Daten in der Zwischenzeit nicht verändert wurden, dann kann der Zwischenspeicher die Anfrage beantworten, wodurch an Rechenleistung eingespart wird. Das Datenbanksystem gilt als äußerst stabil, performant und sicher. Insbesondere die Flexibilität des Datenbanksystems wird von der Entwicklergemeinde geschätzt, weil sich so Schnittstellen zu vielen Anwendungen und unterschiedlichen Programmiersprachen ohne weitere Probleme realisieren lassen.

Aktuelle Entwicklungen

MySQL gehört mit vielen Millionen Installationen zu den am meist genutzten Datenbanksystem, das auf einer Open Source-Software basiert. Das System kommt häufig im sogenannten „LAMP-Stack“ in Verbindung mit dem Apache-Webserver und der Skriptsprache PHP zum Einsatz, um webbasierte Daten zu speichern. Die bekanntesten und meistgenutzten Content Management Systeme WordPress, Joomla und TYPO3 nutzen PHP und MySQL. Auch viele Onlineshops (Amazon), Videoportale (YouTube) und soziale Medien (Twitter, Facebook) setzen ebenfalls auf diese Technologie.

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