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Recap: Die OSG zu Besuch auf dem SEO Day 2016 in Köln Recap: Die OSG zu Besuch auf dem SEO Day 2016 in Köln
Einmal im Jahr kommt die deutsche SEO-Szene in Köln zusammen, um sich über die neuesten SEO-Themen zu informieren und auszutauschen. Heuer mischte sich auch... Recap: Die OSG zu Besuch auf dem SEO Day 2016 in Köln

SEO Day Köln

Einmal im Jahr kommt die deutsche SEO-Szene in Köln zusammen, um sich über die neuesten SEO-Themen zu informieren und auszutauschen. Heuer mischte sich auch die OSG als Besucher unter die Experten auf dem SEO Day, der erstmalig in den Räumlichkeiten der Köln-Messe stattfand und nicht mehr im Rheinenergiestadion.

User Experience entscheidet über Content-Qualität

Marcus Tober von Searchmetrics stellte in seinem Vortrag die neue Rankingfaktorenstudie vor. Sein Credo: Userorientierte Inhalte bedeuten das Ende statischer Ranking-Faktoren. Jede Branche hätte heute aufgrund potenziell unterschiedlicher Suchintentionen eigene Rankingfaktoren.

Content auf Webseiten und in Shops müsse heutzutage individuell sein, abhängig von der jeweiligen User Intention. Auch wenn die Wortanzahl auf den von Searchmetrics untersuchten Seiten weiter zugenommen habe, bedeute dies nicht, dass mehr Text auch zwangsläufig immer besser sei.

So möchte beispielsweise ein Nutzer, der nach „xbox auspacken“ sucht, ein Video angezeigt bekommen und keinen Text. Letztlich kommt es immer auf die User Experience drauf an, ob der Nutzer mit dem Suchergebnis zufrieden ist. In der Realität wird allerdings häufig nicht der richtige Content für die gewünschte Nutzerabsicht geliefert.

Tober präsentierte als neuen Faktor in der Studie „Content Relevanz“, der faktisch den höchsten Einfluss auf Rankings hat. Dabei wird von Google die Relevanz des Inhalts ohne Keywords zur Suchanfrage bewertet. Das Fazit des SEO-Experten: Ranking-Faktoren sind nicht mehr fix, sie passen sich an das jeweilige „Objekt“ an. Allerdings gibt es weiterhin gewisse Faktoren, die unabhängig von der jeweiligen Branche allgemein wichtig sind.

Videos können Kaufwahrscheinlichkeit um 64 % steigern

SEO Day 2016 Köln 2

Apropos (Video)-Content: Christian Tembrink von der Agentur netspirits empfahl, auf den eigenen Shop-Seiten Videos einzubauen, um den Traffic zu steigern, da Nutzer Videos Texten vorziehen würden. Tembrink: „Nur etwa 20 % lesen Website-Texte wirklich durch. Dagegen schauen 60 % ein 1-minütiges Lernvideo zu Ende.“ Zudem steigerten Videos die Kaufwahrscheinlichkeit. Laut Forbes würde die Kaufwahrscheinlichkeit um 64 % steigen, nachdem Nutzer ein Produktvideo gesehen hätten.

Crawl-Budget-Optimierung: Welche Seiten gehören in den Google-Index?

Damit alle (wichtigen) Inhalte von Google auch gecrawled und indexiert werden, sollte das Thema Crawl-Budget-Optimierung bei jedem SEO ganz oben auf der Agenda stehen, so Bastian Grimm.  Denn Google muss tagtäglich Milliarden Seiten crawlen, was viel Geld kostet. Da Geld aber eine knappe Ressource ist (auch für Google) müssen die Crawling-Ressourcen wirtschaftlich genutzt werden. Google möchte (fast) keine Duplikate im Index und nur crawlbare Inhalte auf den Webseiten haben.
Daher sind aus Sicht von Google nicht alle Webseiten beim Indexierungsvorgang gleich, einige Seiten sind für Google „wertvoller“ als andere und genießen daher eine höhere „Priorität“ beim Crawlen.

Die Suchmaschine weist Webseiten ein bestimmtes Crawl-Budget zu, abhängig von verschiedenen Faktoren wie Alter der Domain, Linkprofil der Seite oder Größe und Aktualität, Duplicate Content oder Ladezeit. Durch Crawl-Budget-Optimierung können Webseitenbetreiber Google dabei helfen, mehr mit weniger zu erreichen. Sie müssten dafür sorgen, dass wirklich nur Seiten für die Indexierung freigegeben werden, die einen signifikanten Mehrwert bieten.

So gehörten beispielsweise leere Kategorie- oder Tagseiten, verschiedene Versionen einer URL, verursacht durch gefilterte oder sortierte Inhalte sowie dynamisch generierte Seiten nicht in den Google-Index. Er empfahl, Inhalte, die nicht mehr gebraucht werden zu löschen, anstatt diese auf „noindex“ zu setzen, da auch diese Anweisung zu Lasten des Crawl-Budgets gehe. Auch bei Weiterleitungen gilt: Weniger ist mehr. Bei Paginierungsseiten könne man anstatt der neuen Lösung mit rel=“next“ und rel=“prev“ wie bisher auch die erste Seite auf „index“ setzen und alle weiteren Seiten auf „noindex“.

Viel drehte sich auf dem SEO Day in diesem Jahr auch um das Thema Amazon. Welches sind Einflussfaktoren auf das Ranking bei Amazon? Genannt wurden Kriterien wie die Bewertung von Produkten, Fragen, Lagerbestand, Versanddauer und Rücksendungen, auf die Shopbetreiber allerdings wenig Einfluss haben. Wichtig für ein gutes Ranking auf dem Amazon-Marktplatz sind zudem ansprechende Bilder und eine informative Beschreibung der einzelnen Produkte.

Recap: Die OSG zu Besuch auf dem SEO Day 2016 in Köln
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Martin Stäbe

Martin Stäbe studierte an den Universitäten Augsburg und Rennes 1 (Frankreich) Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik. Bei der OSG ist er seit Januar 2011 für den Bereich SEO zuständig, seit Juni 2012 als Content Marketing Manager. In dieser Funktion betreut er auch den Agenturblog.

  • Oliver

    16. November 2016 #2 Author

    Danke für die Zusammenfassung! Muss nächstes Jahr auch mal beim SEO Day dabei sein.

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