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Wissen ist Macht – Der Google Knowledge Graph

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Das Ziel Google’s ist es dem Nutzer bei jeder Suchanfrage die passenden und relevanten Inhalte zu liefern. So soll die Anfrage des Nutzers schnell erfüllt bzw. beantwortet werden. Häufig sind dies Suchanfragen die bestimmte Fragen zu aktuellen Themen, berühmten Personen und Orten beinhalten oder auch sogenannte W-Fragen. Um in diesen Fällen die Suchintention des Nutzers noch schneller zu erfüllen und dessen Frage zu beantworten, hat Google den Knowledge Graph eingeführt. In diesem Artikel erklären wir euch was genau der Knowledge Graph ist, wann er in den Suchergebnissen erscheint und welche Implikationen dieses Feature für die SEO-Welt hat.

Was ist der Knowledge Graph?

Der Knowledge Graph ist ein Feature bzw. System von Google, das auf dem Knowledge Panel basiert. Der Knowledge Graph ist die Visualisierung dieses Panels. Das Knowledge Panel sammelt Wissen und Fakten zu sogenannten Entitäten. Das sind beispielsweise Menschen, Orte, Unternehmen oder auch Sachverhalten. Seit dem Hummingbird-Update werden auch Vergleiche angezeigt. Die Ergebnisse werden dann in einem eignen Bereich innerhalb der Suchergebnisse dargestellt und grafisch aufbereitet. So gesehen ist der Knowledge Graph nichts weiter als eine Datenbank häufig abgefragter Keywords. Diese erscheint immer dann wenn der Google Algorithmus zu wissen glaubt, dass die Keywords der Suchanfrage mit dem Content der indexierten Seiten übereinstimmen und so die Suchanfrage des Nutzers erfüllen.

Wann wird der Knowledge Graph angezeigt?

Aktuell werden circa 25% der Suchanfragen mit dem Knowledge Graph angereichert. Er erscheint oft bei Suchanfragen zu berühmten Personen, Orten oder auch TV-Serien. Generell lässt sich sagen, dass der Graph erscheint, wenn Google die Antwort auf eine konkrete Frage liefern kann. Dabei gibt es drei verschiedenen Formen in denen die Antwort auf die Frage präsentiert wird.

Die erste Variante ist die Karussell-Anzeige. Hier werden Informationen über Reihen oder Serien als Bilder ausgeliefert. Klickt man auf eines der Bilder öffnet sich eine neue Suchergebnisseite zum Begriff auf den geklickt wurde. Wird beispielsweise nach der Besetzung von Game of Thrones gesucht, erscheint eine Karussell mit den Darstellern. Klickt man auf einen der Darsteller, erhält man weitere Informationen.

Bei der gleichen Suchanfrage wird zudem die zweite Form des Knowledge Graph’s ausgespielt. Das ist die Ergebnis-Box. In ihr werden Informationen und strukturierte Daten übersichtlich angeordnet. Es werden Links zu weiterführenden Informationen wie Wikipedia oder neuen Suchen auf Google angezeigt.

Die Ergebnis-Box des Google Knowledge Graphs wird rechts neben den organischen Suchergebnissen angezeigt

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Die letzte Anzeigeform ist für die Vergleiche in der Ergebnis-Box vorgesehen. Hier werden Vergleiche von einzelnen Entitäten wie Gebäuden, Planeten oder Nahrungsmitteln angezeigt.

Woher bezieht Google die Daten?

Die Daten für das Knowledge Panel und den Knowledge Graph zieht Google aus den indexierten Seiten in seiner Datenbank. Damit die Daten und somit Content in den Graph aufgenommen wird, müssen diese entsprechend strukturiert und ausgezeichnet sein. Im Quellcode einer Webseite müssen also strukturierte Daten ausgezeichnet sein. Falls dies nicht der Fall ist, bezieht die Suchmaschine ihre Daten auch oft aus Wikipedia. Ein optimierter Wikipedia Artikel, beispielsweise zum eignen Unternehmen, kann daher nicht schaden. Kommen die Daten nicht aus Wikipedia, ist Google+ oft ein weiterer Informationslieferant. Dieser Fakt ist besonders für Firmen oder auch Marken interessant. Ein gepflegtes und aktuelles Profil bei Google+ kann die Chancen erhöhen in den Knowledge Graph aufgenommen zu werden. Ende letzten Jahres enthielt das Knowledge Panel circa 70 Milliarden Fakten.

Was sind die Folgen für das Online Marketing?

Insgesamt positioniert sich Google durch den Knowledge Graph noch stärker als direkter Informationslieferant. Neben den Featured Snippets deckt die Technologie eine weitere Kategorie von Suchanfragen ab. Informationen zu kurzen Fragen werden direkt auf den Suchergebnisseiten angezeigt. Als Folge verlieren informationsbasierte Seiten an Traffic. Werden diese über Affiliateprogramme oder Displaywerbung finanziert, sinken hier die Klickraten und die Werbeeinnahmen. Auf der anderen Seite ergeben sich wiederum Möglichkeiten hinsichtlich der Optimierung von Long Tail Keywords. So werden komplexere Suchanfragen abgedeckt. Bei erfolgreicher Optimierung kann so der Trafficverlust abgefangen werden.

Es ist aber nicht so, dass Google den kompletten Traffic abfängt. Weiterführende Informationen sind immer noch auf gut optimierten Webseiten zu finden. Der Knowledge Graph gibt lediglich einen kurzen Einblick in das Thema oder Frage.

Wie wird man in den Knowledge Graph aufgenommen?

Wie bereits erwähnt zieht Google die Daten für das Knowledge Panel und den Knowledge Graph oft aus Wikipedia oder Google+. Gepflegte Einträge und Profile auf diesen beiden Plattformen sind die erste Voraussetzung, um die Chancen zu erhöhen dort zu erscheinen.

Die zweite Voraussetzung ist das Ausweisen strukturierter Daten im Quellcode auf der eigenen Seite. So wird den Google Bots der Zusammenhang zwischen den Daten aufgezeigt. Hierfür eigenen sich besonders sehr informative Seiten. Diese Daten auch über spezielle Landingpages zur Verfügung gestellt werden. Bei Unternehmen oder Marken sind dies z.B. die “Über uns”-Seite.

Die besprochenen Punkte zeigen, dass sich Google mit dem Knowledge Graph stärker als direkter Informationslieferant positioniert. Für Online Marketing Manager heißt dies folglich, dem Nutzer noch mehr nützliche Informationen im Content zu liefern. Dazu müssen die Suchanfragen und die Intention dahinter noch besser antizipiert werden. Darin liegt die Herausforderung. Zugleich ist die Technologie auch eine Chance. Über den Knowledge Graphen kann die Präsenz in Suchergebnissen über Text und Bilder verstärkt werden.

Headerbild:©iStock/efks

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